In den letzten Jahren ist der Schutz der Privatsphäre in Sozialen Netzwerken – allen voran bei Facebook – ein grosses Thema geworden. Facebook ermöglicht dem Nutzer seine Privatsphäre zu schützen und trägt so zur Sicherheit seines Profils bei. Je nach Gusto kann der Nutzer die Einstellungen restriktiv oder grosszügig hinterlegen.

Nicht nur die Einstellungen, sondern auch das Verhalten auf dem Sozialen Netzwerk sind massgebend für ein sicheres Profil. Waren Sie sich dessen bewusst? Und haben Sie von den nützlichen Kontoeinstellungen schon profitiert? Oder ist Ihnen der Zeitaufwand zu hoch?

Mit unseren 10 Tipps und einer Diashow können Sie die Sicherheit Ihres Facebook-Profils im Nu erhöhen.

1. Sesam öffne dich nicht

Entscheiden Sie sich für ein starkes Passwort. Es besteht idealerweise aus zehn Zeichen (inkl. Gross- und Kleinbuchstaben, Symbole und Zahlen) und hat keinen direkten Zusammenhang mit Ihnen (Geburtsdatum, Haustier etc.). Ein einfacher, aber wichtiger erster Schritt. Loggen Sie sich zudem nach der Verwendung eines fremden Gerätes immer aus.

2. Me, myself and I auf Facebook

Ist es angebracht, ein Foto des letzten Apéros oder des halbnackten Babys zu Publizieren? Oder einen Zeitungsartikel mit einem bissigen Kommentar zu versehen? Behalten Sie im Hinterkopf, dass auf Social Media veröffentlichte Inhalte sich ungewollt verbreiten können. Überlegen Sie sich daher vor jeder Interaktion (Like, Antwort, Teilen, Kommentar) auf Facebook, welches Licht diese auf Sie wirft. Verhalten Sie sich online, wie Sie es im Alltag tun. Der freie Gedankenaustausch ist erwünscht. Hingegen werden rassistische, sexistische und verleumderische Inhalte nicht toleriert.

3. Facebook Freundschaft mit jedermann?

Überlegen Sie sich zweimal, bevor Sie eine Freundschaftsanfrage versenden oder annehmen. Möchten Sie, dass diese Person Ihre Publikationen sieht und Zugriff auf Ihre Timeline hat? Sie können Facebook-Freunde auf Ihre „eingeschränkte Liste“ setzen,  Ihr Profilbild bleibt jedoch sichtbar.

Gut zu wissen: Wie füge ich jemanden zu meiner eingeschränkten Liste hinzu?

4. Facebook-Profil hegen und pflegen

Wer ein Facebook-Profil besitzt, ist zuständig für die Instandhaltung seiner digitalen Identität. Sie verlangt Pflege und Hingabe wie ein Garten. Von Zeit zu Zeit muss das Unkraut entfernt werden. Gehen Sie regelmässig Ihre Freunde, Ihre Publikationen, Ihre Fotos und die Seiten die Sie folgen durch. Löschen Sie veraltete Publikationen und unvorteilhafte Fotos. Hierbei sind die Werkzeuge „Anzeigen aus der Sicht von…“ und „Aktivitätenprotokoll“ hilfreich. Sie zeigen Ihnen die externe Sicht auf Ihr Profil. (siehe Diashow)

5. Facebook am Arbeitsplatz

Die Unternehmenskultur hinsichtlich Social Media ist von Firma zu Firma unterschiedlich. Möglicherweise toleriert Ihr Vorgesetzter die Verwendung von Facebook während der Arbeitszeit nicht. Ein „Gefällt mir“ bei einem Beitrag Ihrer Freundin kann bereits zu viel sein. Informieren Sie sich daher im Voraus, welche Richtlinien für die verschiedenen Plattformen gelten. Handeln Sie zudem nie im Namen Ihres Arbeitgebers, ohne dessen Einverständnis.

6. Fake-Profile und Co.

Gewinnspiele für Smartphones? Eine schöne junge Frau, die Sie noch nie zuvor gesehen haben? Wie überall im Netz gibt es auch auf Facebook Fake-Profile und Viren. Auch Phishing-Attacken treten vermehrt auf dem Sozialen Netzwerk auf. Vermeiden Sie vorsichtshalber Klicks auf verdächtige Videos oder auf Links zu fragwürdigen Websites.

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7. Social Login

Bei einigen Applikationen wie beispielsweise Spotify, Doodle oder Instagram können Sie sich mit Ihrem Facebook-Profil anmelden. Das sogenannte Social Login erspart Ihnen eine langatmige Anmeldung mit Ihrer E-Mailadresse. Jedoch erteilt das Social Login von Facebook auch Rechte an Ihre Apps. Vermeiden Sie böse Überraschungen, indem Sie die unterschiedlichen Berechtigungen durchgehen.

8. Gehacktes Facebook-Profil?

Ein Mitarbeiter sendet Ihnen schockierende Bilder? Eine Freundin kommentiert immer und immer wieder eine Publikation mit einem Produkt zum halben Preis? Da scheint was faul zu sein. Melden Sie Facebook den Beitrag durch Klicken auf den Pfeil oben rechts der Publikation. Blockieren Sie in extremeren Fällen die Person (vorübergehend).

9. Fremder Konto-Zugriff

Facebook bietet eine „Anmeldungswarnung“ per E-Mail oder SMS an. Sobald sich ein neues Gerät mit Ihrem Konto anmeldet, erhalten Sie eine Nachricht. Jemand in Indien hat sich mit Ihrem Konto angemeldet? Dann ist es höchste Zeit Ihr Passwort zu ändern. Die Vorsichtigeren unter Ihnen können die zweistufige Authentifizierung wählen.

10. Facebook Werbung in Ihrem Namen?

Facebook macht beträchtliche Einnahmen durch Werbung. Damit das kalifornische Unternehmen nicht in Ihrem Namen Seitenvorschläge tätigt, prüfen Sie Ihre Einstellungen in der Registerkarte „Werbeanzeigen“.

Immer noch etwas überfordert? Sehen Sie sich unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung für die maximale Sicherheit Ihres Facebook-Profils an (Stand: August 2017).

 

 

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